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Die Kunst des Versagens

Es ist wieder passiert. Zum eintausendsten Mal habe ich versagt und fühle mich seltsamerweise nicht so schlecht, wie sonst. Mein Gefühl sagt mir, dass ich kurz davor bin, kurz vor dem Sieg.

Dass schöne am Versagen ist ja, dass man es immer und immer wieder verkacken kann, aber nur ein einziges Mal gewinnen muss. Egal, wie oft ich bei verschiedenen Dingen versage, ich versuche es einfach nochmal. Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass ich immer versuche aus meinen Fehlern zu lernen und es nicht jedes Mal auf die gleiche Weise versuche. Ich wachse an meinen Fehlern, bei jedem Mal wachse ich ein kleines Stück mehr.

Aufgeben könnte ich nicht mal, wenn ich es wollte. Dazu bin ich zu dickköpfig. Ich habe mich auf ein paar Dinge eingeschossen und jetzt ziehe ich diese bis zum bitteren Ende durch.

In meinen schlechteren Momenten fühle ich mich wie Sisyphus, der den scheiß Stein immer wieder der Berg hochrollt, nur um dabei kurz vor der Kuppe zu versagen. In letzter Zeit fühle ich mich häufiger so, aber auch immer öfter wirklich motiviert und euphorisch. Meine Welt scheint immer seltsamer und kurioser zu werden. Ein Problem habe ich damit nicht, denn gleichzeitig habe ich das Gefühl immer mehr ich selbst zu werden.

Es bleibt spannend, die Reise geht weiter. Der Herbst ist angekommen und ich begrüße das bekannte grau.