Allgemein, Fortschritt, Stolperfallen

Resumé 2019 Teil 2

Das Jahr ist noch ganz frisch und für mich wird es Zeit den zweiten Teil meines Rückblicks zu schreiben.

Dieses Mal ist die Frage:

Was lief nicht so gut?

In 2019 hat mich vor allem eine Sache besonders beschäftigt. Dabei geht es natürlich um meinen Zigarettenkonsum.

Ich rauche seit ich 15 bin, um genau zu sein habe ich drei Monate vor meinem 16ten Geburtstag angefangen. Der Grund dafür ist Marihuana, beziehungsweise die Art wie hier in Deutschland gekifft wird. Hier und in einigen anderen Ländern ist es meiner Erfahrung nach üblich, dass Weed gemischt mit Tabak geraucht wird -auch Spliff genannt-. Wie -im Nachhinein- vorhersehbar haben die Zigaretten nicht lange auf sich warten lassen.

Bis vor ca. zwei Jahren habe ich mir nicht wirklich Gedanken darüber gemacht mit dem Rauchen aufzuhören. Es war einfach Teil meines Alltags und damit hatte sich die Sache.

In den letzten beiden Jahren habe ich dann angefangen mir mehr und mehr Gedanken über meine Gesundheit zu machen, körperlich und mental. Logischerweise ist mir dabei mit als erstes mein Zigarettenkonsum eingefallen. Während dieser Zeit habe ich immer wieder auf verschiedenste Weise versucht damit aufzuhören. Leider bin ich bisher immer gescheitert, obwohl ich im Sommer 2019 für drei Wochen tatsächlich keine einzige Zigarette geraucht habe.

Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich nicht nur mit dem Rauchen sondern auch mit dem Kiffen aufhören möchte. Beides gleichzeitig zu stoppen habe ich schon probiert, hatte damit jedoch keinen langfristigen Erfolg. Deshalb habe ich mir für 2020 vorgenommen, erst mit dem Kiffen und dann dem Rauchen aufzuhören.

In regelmäßigen Abständen bin ich wütend auf mich, weil ich bisher zu willensschwach war. Dass war 2019 definitiv meine größter Negativpunkt.

Was ist mit euch?

Was lief bei euch letztes Jahr nicht gut?

Allgemein, Fortschritt

Resumé 2019

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und für mich wird es Zeit ein Fazit zu ziehen.

Was lief gut?

Was lief nicht gut?

Diese Fragen kann man beliebig erweitern, jedoch beschäftigen mich diese beiden momentan am meisten.

Was lief gut?

Meine charakterliche Entwicklung hat in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dabei denke ich besonders an meinen Mangel an Disziplin, der mir in der Vergangenheit schon öfter zum Verhängnis geworden ist. Ich habe mich davon verabschiedet alles mögliche anzufangen, aber beim kleinsten Hindernis aufzuhören. Keine halbherzigen Sachen mehr. Dafür ist mir meine Zeit mittlerweile zu schade.

Eine weitere wichtige Erkenntnis, die ich diese Jahr gewonnen habe ist die Tatsache, dass es besser ist kleine Schritte zu machen. Davor hatte ich das Problem, zuviel auf einmal zu wollen und im Endeffekt nichts zu erreichen. Jedes Mal, wenn ich wieder gescheitert bin war ich frustriert und wütend auf mich. Dadurch habe ich mich zusätzlich runter gezogen und es mir unnötig schwer gemacht. Mittlerweile gehe ich kleiner Schritt und was soll ich sagen, der Erfolg kam schneller als erwartet.

Als letzten Punkt muss ich mich dafür loben, wie ich mit Situationen umgehe die mir nicht gefallen und auf die ich keinen Bock habe. Wer diesen Blog verfolgt hat, dem ist sicher aufgefallen, dass mir meine Ausbildung keinen Spaß macht. Groß- und Außenhandelskaufmann ist definitiv nicht mein Traumjob. Dementsprechend bin ich die ersten anderthalb Monate jeden Tag mit Wut und teilweise sogar Hass zur Arbeit gegangen. Ich habe es nicht offen gezeigt, aber es war einen wirklich schwierige Phase für mich und ich habe mehrmals daran gedacht einfach hinzuschmeißen. Ich mag meine Ausbildung noch immer nicht und werde sie wahrscheinlich auch nie mögen, aber ich habe wie bereits erwähnt beschlossen Sachen, die ich angefangen habe auch zu beenden. Dieser Entschluss hat es mir ermöglicht meine Situation nicht nur zu akzeptieren, sondern sie als Herausforderung zu sehen, die ich meistern werde und aus der ich stärker heraus gehe. Ich kann diese Einstellung nur empfehlen, da sie das Leben wirklich um einiges leichter und angenehmer macht.

Im nächsten Beitrag beschäftige ich mich mit der Frage, was nicht gut lief.

Was lief bei euch dieses Jahr gut/ worauf seid ihr stolz?

Allgemein, Fortschritt, Stolperfallen

Der Hass in meinem Inneren

Am 1.8. habe ich meine neue Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann bei einer Firma in meiner Stadt begonnen.

Bisher war es ganz in Ordnung, heute aber spühre ich es wieder. Diesen Hass, auf die Ausbildung und auf mich selbst.

Dieses Gefühl meine Lebenszeit zu verschwenden macht mich so wütend. Da helfen auch keine logischen Argumente, jetzt nicht mehr.

Ich trage eine Maske, hinter der ich meine wahren Gefühle verberge. Doch sie beginnt zu verrutschen und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Ich werdees jedoch herausfinden, irgendwann…

Allgemein, Stolperfallen

Keine Lust

Am 1.8. habe ich meine neue Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann angefangen.

Jetzt bin ich leider wieder an dem Punkt, an den ich bisher bei jeder Arbeit/Ausbildung früher oder später gekommen bin.

Ich habe keine Lust und sehen keinen Sinn in dem, was ich tue. Gut, abgesehen vom Geld.

Sind ja zum Glück nur noch zwei Jahre…

Allgemein, Fortschritt

Praktikum Tag 3

Es geht weiter wie bisher. Bis zur Mittagspause haben wir das Lager weiter aufgeräumt und neu sortiert, was wieder in Schlepperei ausgeartet ist. Muskelkater hatte ich bisher keinen und ich glaube auch nicht, dass es noch soweit kommt.

Mein Betreuer hat auch gesagt, dass in den nächsten Tagen nichts mehr geschleppt wird, da es auch nicht die Regel ist.

Jetzt gerade ist Mittagspause und gleich geht’s dann hoffentlich weiter und ich habe auch was zu tun. Gestern hatte ich stellenweise gar nichts, was ich machen konnte und die Zeit ist einfach nicht vergangen.

Leider weiß ich jetzt schon, dass dieser Job mir nicht viel Spaß machen wird, jedoch wird dass wahrscheinlich auch kein anderer. Ich mache die Ausbildung trotzdem, damit meine Mum zufrieden ist und ich Geld verdienen kann. Irgendwann in naher Zukunft will ich schließlich ausziehen.

Langsam fange ich an immer mehr und mehr zu schreiben, da ich meinem Ziel ein Buch zu veröffentlichen näher kommen will und eines Tages dann nur davon leben will. Ich sehne mich schon fast verzweifelt danach und komme langsam in die Gänge.

Allgemein

19 Tage ohne Zigaretten

Ich habe es geschafft!

Die ersten 19 Tage ohne Zigaretten sind vorbei und es wird Zeit für eine kleine Zusammenfassung.

Ich habe sechs Jahre lang geraucht. Vor ungefähr einem Jahr kam zum ersten Mal der Gedanke auf damit aufzuhören. Anfangs fand ich es irgendwie dumm, schließlich bin ich ja noch jung und gesund -ich bin 21 Jahre alt falls es jemanden interessiert-, deshalb brauche ich mir wegen den paar Zigaretten am Tag keine großen Sorgen machen. Natürlich ist dass kompletter Bullshit, aber ich habe es geschluckt und mich somit erfolgreich selbst verarscht.

Zum Glück bin ich nicht unaufmerksam und/ oder abgelenkt genug um nicht zu merken, dass ich von mir verarscht wurde. So habe ich mit der Zeit immer öfter daran gedacht aufzuhören, jedoch wusste ich nicht wie. Ein paar habe ich morgens nach dem Aufwachen einfach beschlossen nicht mehr zu rauchen. Spoiler, es hat höchstens für ein paar Stunden gehalten und sobald ich wieder eine geraucht hatte hab ich drauf geschissen und normal weiter geraucht.

So ging es weiter, bis ich im Urlaub in Spanien war. Dort habe ich es zum ersten Mal geschafft für mehrere Tage nicht zu rauchen. Seltsamerweise hatte ich in dieser Zeit keinerlei Entzugserscheinung, also wirklich gar keine. Leider habe ich nicht lange nach dem Urlaub wieder angefangen, aber es war trotzdem ein Schlüsselmoment für mich im Kampf gegen diese Sucht. Mir ist klar geworden, dass es in Spanien so leicht war weil ich den ganzen Tag lang auf Achse war und so viel neues gesehen und erlebt habe. Mein Kopf hatte zu viel mit diesen neuen Eindrücken zu tun um sich mit der Sucht zu beschäftigen.

In den nächsten Monaten habe ich wieder und wieder an Spanien gedacht und mich gefragt, wie ich es hier schaffe hier in Deutschland, in meiner gewohnten Umgebung, dauerhaft aufzuhören.

Der Schlüssel liegt in der Vorbereitung. Ich habe mir den 01.06.2019 schon drei Wochen im Voraus als ersten rauchfreien Tag ausgesucht und dann angefangen jeden Abend ein paar Minuten lang nur daran zu denken. Es musste sich tief in mein Gehirn einbrennen. Gleichzeitig habe ich mir immer wieder die Vorteile vor Augen geführt, die das Aufhören mit sich bringt und so herausgefunden, warum ich wirklich aufhören möchte. Interessanterweise geht es bei mir in erster Linie weder um meine Gesundheit noch um die finanziellen Einsparungen, nein mir geht es um dieses widerliche Gefühl abhängig zu sein. Es ist für mich eine Schwäche, die ich bei mir selber nicht länger dulde. Natürlich gilt diese Aussage nicht grundsätzlich für jede Sucht und jeden Menschen. Ich rede hier nur von mir.

Nachdem ich das Datum hatte und mit den Erinnerungen angefangen habe wurde mein Entschluss jeden Tag stärker. Am Ende war ich sogar froh, als ich die letzte Kippe in den Aschenbecher geworfen hatte. Es war ein befreiendes Gefühl, wie ich es in meinem bisherigen Leben selten verspürt habe.

Was mir in den ersten zehn Tagen extrem geholfen hat waren ein bis zwei Joints am Abend, natürlich pur. Dadurch hatte ich den selben, beziehungsweise noch einen höheren Rauchgenuss als bei Zigaretten und als kleines Plus ein angenehmes High. Ob diese Methode allgemein empfehlenswert ist kann ich nicht beurteilen, mir hat es auf jeden Fall geholfen.

In den letzten drei Tagen hatte ich nur einen Moment, wo das Verlangen nach einer Kippe wirklich stark war. Langsam aber sicher gewöhne ich mich daran Nichtraucher zu sein. Ein gutes Gefühl nicht mehr abhängig zu sein, da es für mich eine meiner größeren Schwächen ist.

Mit dem Kiffen habe ich auch aufgehört, allerdings nicht für immer, da es mir dafür in der Vergangenheit zu viel geholfen hat. Zum diesem Thema kommt noch ein eigener Beitrag irgendwann in nächster Zeit.