Allgemein, Fortschritt

Resumé 2019

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und für mich wird es Zeit ein Fazit zu ziehen.

Was lief gut?

Was lief nicht gut?

Diese Fragen kann man beliebig erweitern, jedoch beschäftigen mich diese beiden momentan am meisten.

Was lief gut?

Meine charakterliche Entwicklung hat in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dabei denke ich besonders an meinen Mangel an Disziplin, der mir in der Vergangenheit schon öfter zum Verhängnis geworden ist. Ich habe mich davon verabschiedet alles mögliche anzufangen, aber beim kleinsten Hindernis aufzuhören. Keine halbherzigen Sachen mehr. Dafür ist mir meine Zeit mittlerweile zu schade.

Eine weitere wichtige Erkenntnis, die ich diese Jahr gewonnen habe ist die Tatsache, dass es besser ist kleine Schritte zu machen. Davor hatte ich das Problem, zuviel auf einmal zu wollen und im Endeffekt nichts zu erreichen. Jedes Mal, wenn ich wieder gescheitert bin war ich frustriert und wütend auf mich. Dadurch habe ich mich zusätzlich runter gezogen und es mir unnötig schwer gemacht. Mittlerweile gehe ich kleiner Schritt und was soll ich sagen, der Erfolg kam schneller als erwartet.

Als letzten Punkt muss ich mich dafür loben, wie ich mit Situationen umgehe die mir nicht gefallen und auf die ich keinen Bock habe. Wer diesen Blog verfolgt hat, dem ist sicher aufgefallen, dass mir meine Ausbildung keinen Spaß macht. Groß- und Außenhandelskaufmann ist definitiv nicht mein Traumjob. Dementsprechend bin ich die ersten anderthalb Monate jeden Tag mit Wut und teilweise sogar Hass zur Arbeit gegangen. Ich habe es nicht offen gezeigt, aber es war einen wirklich schwierige Phase für mich und ich habe mehrmals daran gedacht einfach hinzuschmeißen. Ich mag meine Ausbildung noch immer nicht und werde sie wahrscheinlich auch nie mögen, aber ich habe wie bereits erwähnt beschlossen Sachen, die ich angefangen habe auch zu beenden. Dieser Entschluss hat es mir ermöglicht meine Situation nicht nur zu akzeptieren, sondern sie als Herausforderung zu sehen, die ich meistern werde und aus der ich stärker heraus gehe. Ich kann diese Einstellung nur empfehlen, da sie das Leben wirklich um einiges leichter und angenehmer macht.

Im nächsten Beitrag beschäftige ich mich mit der Frage, was nicht gut lief.

Was lief bei euch dieses Jahr gut/ worauf seid ihr stolz?

Allgemein, Fortschritt

Arbeitstrott

Seit sechs Wochen mache ich jetzt eine Ausbildung als Groß und Außenhandelskaufmann.

Der Job ist nicht mein Ding, aber ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich mich nicht mehr beschwere, weder laut noch leise.

Der Alltag hat mich eingeholt.

Einerseits ein befreiendes Gefühl, andererseits habe ich meinen Alltag noch nicht so gestaltet, wie ich es möchte.

Egal, immer einen Schritt nach dem anderen machen lautet meine Devise.

Allgemein

19 Tage ohne Zigaretten

Ich habe es geschafft!

Die ersten 19 Tage ohne Zigaretten sind vorbei und es wird Zeit für eine kleine Zusammenfassung.

Ich habe sechs Jahre lang geraucht. Vor ungefähr einem Jahr kam zum ersten Mal der Gedanke auf damit aufzuhören. Anfangs fand ich es irgendwie dumm, schließlich bin ich ja noch jung und gesund -ich bin 21 Jahre alt falls es jemanden interessiert-, deshalb brauche ich mir wegen den paar Zigaretten am Tag keine großen Sorgen machen. Natürlich ist dass kompletter Bullshit, aber ich habe es geschluckt und mich somit erfolgreich selbst verarscht.

Zum Glück bin ich nicht unaufmerksam und/ oder abgelenkt genug um nicht zu merken, dass ich von mir verarscht wurde. So habe ich mit der Zeit immer öfter daran gedacht aufzuhören, jedoch wusste ich nicht wie. Ein paar habe ich morgens nach dem Aufwachen einfach beschlossen nicht mehr zu rauchen. Spoiler, es hat höchstens für ein paar Stunden gehalten und sobald ich wieder eine geraucht hatte hab ich drauf geschissen und normal weiter geraucht.

So ging es weiter, bis ich im Urlaub in Spanien war. Dort habe ich es zum ersten Mal geschafft für mehrere Tage nicht zu rauchen. Seltsamerweise hatte ich in dieser Zeit keinerlei Entzugserscheinung, also wirklich gar keine. Leider habe ich nicht lange nach dem Urlaub wieder angefangen, aber es war trotzdem ein Schlüsselmoment für mich im Kampf gegen diese Sucht. Mir ist klar geworden, dass es in Spanien so leicht war weil ich den ganzen Tag lang auf Achse war und so viel neues gesehen und erlebt habe. Mein Kopf hatte zu viel mit diesen neuen Eindrücken zu tun um sich mit der Sucht zu beschäftigen.

In den nächsten Monaten habe ich wieder und wieder an Spanien gedacht und mich gefragt, wie ich es hier schaffe hier in Deutschland, in meiner gewohnten Umgebung, dauerhaft aufzuhören.

Der Schlüssel liegt in der Vorbereitung. Ich habe mir den 01.06.2019 schon drei Wochen im Voraus als ersten rauchfreien Tag ausgesucht und dann angefangen jeden Abend ein paar Minuten lang nur daran zu denken. Es musste sich tief in mein Gehirn einbrennen. Gleichzeitig habe ich mir immer wieder die Vorteile vor Augen geführt, die das Aufhören mit sich bringt und so herausgefunden, warum ich wirklich aufhören möchte. Interessanterweise geht es bei mir in erster Linie weder um meine Gesundheit noch um die finanziellen Einsparungen, nein mir geht es um dieses widerliche Gefühl abhängig zu sein. Es ist für mich eine Schwäche, die ich bei mir selber nicht länger dulde. Natürlich gilt diese Aussage nicht grundsätzlich für jede Sucht und jeden Menschen. Ich rede hier nur von mir.

Nachdem ich das Datum hatte und mit den Erinnerungen angefangen habe wurde mein Entschluss jeden Tag stärker. Am Ende war ich sogar froh, als ich die letzte Kippe in den Aschenbecher geworfen hatte. Es war ein befreiendes Gefühl, wie ich es in meinem bisherigen Leben selten verspürt habe.

Was mir in den ersten zehn Tagen extrem geholfen hat waren ein bis zwei Joints am Abend, natürlich pur. Dadurch hatte ich den selben, beziehungsweise noch einen höheren Rauchgenuss als bei Zigaretten und als kleines Plus ein angenehmes High. Ob diese Methode allgemein empfehlenswert ist kann ich nicht beurteilen, mir hat es auf jeden Fall geholfen.

In den letzten drei Tagen hatte ich nur einen Moment, wo das Verlangen nach einer Kippe wirklich stark war. Langsam aber sicher gewöhne ich mich daran Nichtraucher zu sein. Ein gutes Gefühl nicht mehr abhängig zu sein, da es für mich eine meiner größeren Schwächen ist.

Mit dem Kiffen habe ich auch aufgehört, allerdings nicht für immer, da es mir dafür in der Vergangenheit zu viel geholfen hat. Zum diesem Thema kommt noch ein eigener Beitrag irgendwann in nächster Zeit.