Allgemein

Frust

In den letzten paar Tagen war ich viel auf Youtube unterwegs und habe mir Talkshows und Debatten über den Glauben an Gott und Religion allgemein angesehen. Dabei haben mich nicht die aus meiner Sicht unsinnigen Argumente der Gläubigen gestört oder auch die punktuelle Arroganz der Atheisten, sondern der Fall unserer Streitkultur.

Es ist kein Geheimnis, dass viele Menschen sehr emotional reagieren bei Themen, die ihnen am Herzen liegen. Mir geht es genauso, mit einem Unterschied. Ich lasse mich von diesen Emotionen nicht so stark beeinflussen, dass es die Diskussion am weiterkommen hindert. Mittlerweile habe ich den Eindruck Menschen sind nicht nur bei Diskussionen im Internet vollkommen von ihren Emotionen eingenommen, sondern zunehmend auch in der analogen Welt. Ich bin nur noch genervt, wenn ich versuche mit jemandem über ein aktuelles und/oder „kontroverses“ Thema zu reden. Nach spätestens zehn Minuten macht die andere Person dicht und lässt keine Argumente mehr zu, oder ignoriert die Fakten einfach. Am besten mit der Begründung, dass ja alles fake sein und man eh keiner Quelle mehr trauen kann. Als wären alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die als bewiesen gelten, auf einen Schlag widerlegt und untergraben worden. Ja, die Erde ist immer noch rund und ja sie bewegt sich noch immer mit 30000 Metern pro Sekunde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Nein, wir sind nicht das Zentrum des Universums und ja, es gibt bisher keinen Gottesbeweis.

Natürlich können wir nicht ausschließen, dass ein Teil unseres Wissens falsch ist, aber zumindest die grundlegenden Gesetze können als richtig angesehen werden. Gravitation ist keine Theorie, ebenso wie der Energieerhaltungssatz oder die Evolution keine Theorien mehr sind.

Jetzt bin ich doch ein wenig abgeschweift, was aber gut getan hat. Ich glaube in Zukunft werde ich mich auf diesen Blog mit mehr Themen beschäftigen als nur meinen persönlichen Erfahrungen und Gefühlen. Zeit meinen Senf dazuzugeben, zu den großen Themen unserer Zeit.

Ps: NEIN, die Liebe ist auch keine mystische und unerklärbare Kraft. Es ist ein verfickter Hormoncocktaile, nicht mehr und auch nicht weniger.

PPs: was für ein wirres Gerede

Allgemein

ein anstrengender Tag

Gestern morgen bin ich mit einer scheiß Wut im Bauch aufgewacht. Warum konnte ich bis jetzt nicht herausfinden, aber diese Wut hat mich den ganzen Tag über begleitet und nicht mehr losgelassen.

Irgendwann steigerte sie sich dann zu Hass auf die ganze Welt und vor allem mich selbst. Jeder kennt Selbsthass und es ist meiner Meinung nach eines der beschissensten Gefühle, die ein Mensch fühlen kann.

Abends wurde meine Laune immer besser und am Ende bin ich gut gelaunt ins Bett gegangen, doch die Fragezeichen in meinem Kopf blieben bis heute.

Woher kam diese Wut? Warum hat sie sich später in Selbsthass verwandelt? Wie gehe ich mit solchen Gefühlen richtig um? Was war der Auslöser? Gibt es überhaupt einen bestimmten Auslöser?

Bisher habe ich keine Antworten auf diese Fragen. Alles was ich habe sind Vermutungen, Ideen und Theorien. Ich kann nur darauf hinarbeiten, in Zukunft einige der Fragen für mich beantworten zu können.

Allgemein, Fortschritt

Resumé 2019

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und für mich wird es Zeit ein Fazit zu ziehen.

Was lief gut?

Was lief nicht gut?

Diese Fragen kann man beliebig erweitern, jedoch beschäftigen mich diese beiden momentan am meisten.

Was lief gut?

Meine charakterliche Entwicklung hat in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dabei denke ich besonders an meinen Mangel an Disziplin, der mir in der Vergangenheit schon öfter zum Verhängnis geworden ist. Ich habe mich davon verabschiedet alles mögliche anzufangen, aber beim kleinsten Hindernis aufzuhören. Keine halbherzigen Sachen mehr. Dafür ist mir meine Zeit mittlerweile zu schade.

Eine weitere wichtige Erkenntnis, die ich diese Jahr gewonnen habe ist die Tatsache, dass es besser ist kleine Schritte zu machen. Davor hatte ich das Problem, zuviel auf einmal zu wollen und im Endeffekt nichts zu erreichen. Jedes Mal, wenn ich wieder gescheitert bin war ich frustriert und wütend auf mich. Dadurch habe ich mich zusätzlich runter gezogen und es mir unnötig schwer gemacht. Mittlerweile gehe ich kleiner Schritt und was soll ich sagen, der Erfolg kam schneller als erwartet.

Als letzten Punkt muss ich mich dafür loben, wie ich mit Situationen umgehe die mir nicht gefallen und auf die ich keinen Bock habe. Wer diesen Blog verfolgt hat, dem ist sicher aufgefallen, dass mir meine Ausbildung keinen Spaß macht. Groß- und Außenhandelskaufmann ist definitiv nicht mein Traumjob. Dementsprechend bin ich die ersten anderthalb Monate jeden Tag mit Wut und teilweise sogar Hass zur Arbeit gegangen. Ich habe es nicht offen gezeigt, aber es war einen wirklich schwierige Phase für mich und ich habe mehrmals daran gedacht einfach hinzuschmeißen. Ich mag meine Ausbildung noch immer nicht und werde sie wahrscheinlich auch nie mögen, aber ich habe wie bereits erwähnt beschlossen Sachen, die ich angefangen habe auch zu beenden. Dieser Entschluss hat es mir ermöglicht meine Situation nicht nur zu akzeptieren, sondern sie als Herausforderung zu sehen, die ich meistern werde und aus der ich stärker heraus gehe. Ich kann diese Einstellung nur empfehlen, da sie das Leben wirklich um einiges leichter und angenehmer macht.

Im nächsten Beitrag beschäftige ich mich mit der Frage, was nicht gut lief.

Was lief bei euch dieses Jahr gut/ worauf seid ihr stolz?

Allgemein, Stolperfallen

Youtube lädt nicht…mein Leben ist zuende

Der Titel ist bewusst überspitz, leider jedoch nicht aus der Luft gegriffen.

Diese Woche bin ich krank geschrieben, dank bakteriellem Infekt, und habe somit viel Zeit um mich zu erholen und natürlich auch abzulenken.

Youtube ist eine gängige Methode, die ich immer gerne benutzte. Man kann sich einfach so gut in diesem Kaninchenbau verirren, teilweise ohne es auch nur zu merken.

Gestern jedoch ging es nicht, warum weiß ich nicht und es spielt auch keine Rolle. Meine nächste Adresse war Netflix, auch da ging nichts. Prime hat, wer hätte das gedacht, auch nicht geladen. Da lag ich nun also um ca 16 Uhr im Bett und wusste nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen.

Also habe ich angefangen nachzudenken und bin ziemlich schnell zu dem erschreckenden Schluss gekommen, dass ich schon beinahe süchtig nach oben genannten Ablenkungen bin. Klar, ich könnte jetzt anführen, dass man auf Youtube und Netflix nicht nur Sachen zur Unterhaltung findet und habe damit recht. Wenn ich ehrlich bin ist das Meiste aber Ablenkung, was ich gucke. Und ich bin nicht der einzige, dem es so geht. Bei vielen anderen ist es sogar nach schlimmer, dank Instagram, Twitter und Co. Ich habe diese Dinge auch ausprobiert, bin aber bis heute keine großer Fan davon, bzw sie liegen mir nicht.

Was kann man jedoch dagegen tun, gegen die Ablenkungssucht? Genau weiß ich dass nicht, aber mein erster Schritt war mir eine App herunterzuladen, die meine aktive Zeit am Handy festhält. Damit ist die Zeit gemeint, in der der Bildschirm an ist.

Diesen Schritt habe ich jedoch nicht gestern, sondern aus Neugier schon vor zwei Wochen gemacht und die Ergebnisse sind alamierend.

Unter der Woche habe ich durchschnittlich 2,7 Stunden täglich auf meinen Bildschirm geguckt. Am Wochenende sind es durchschnittlich 5 Stunden.

Beide Zahlen sind erschreckend, vorallem da mir bisher nicht klar war, wie viel Zeit ich tatsächlich auf mein Handy guckend verbringen. Relativierend ist noch hinzuzufügen, dass ich häuftig über Youtube Musik höre, dabei aber nicht auf den Bildschrim gucke.

Alles in allem ist es trotzdem zu viel Zeit, die ich damit verschwende und für das neue Jahr habe ich somit schon ein Problem, dass es zu lösen gilt.

Wie sieht es bei euch aus?

Wieviel Zeit verbringt ihr mit euren Handys und was macht ihr in dieser Zeit damit?

Allgemein, Fortschritt

Arbeitstrott

Seit sechs Wochen mache ich jetzt eine Ausbildung als Groß und Außenhandelskaufmann.

Der Job ist nicht mein Ding, aber ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich mich nicht mehr beschwere, weder laut noch leise.

Der Alltag hat mich eingeholt.

Einerseits ein befreiendes Gefühl, andererseits habe ich meinen Alltag noch nicht so gestaltet, wie ich es möchte.

Egal, immer einen Schritt nach dem anderen machen lautet meine Devise.