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Wahrheit befreit

Als jemand, der in seiner Jugend viel gelogen hat und auch in letzter Zeit wieder in diese Schiene gerutscht ist kann ich nur feststellen, dass die Wahrheit zu sagen mich befreit hat.

Kurzfristig ist es ziemlich stressig und unschön, wenn man seine Lügen gesteht, aber es lohnt sich. Ich bin davon überzeugt, dass man mit Ehrlichkeit langfristig besser fährt und mehr erreicht. Außerdem sind die Schuldgefühle dann weg und man merkt erst, wie groß die Last war die man mit sich herum getragen, freiwillig. Ziemlich dämlich, wenn ich darüber nachdenken.

Jetzt habe ich einen Neustart gewagt und bin bisher ziemlich zufrieden damit.

Allgemein, Fortschritt, Stolperfallen

„Dazwischen“

Wenn einem bewusst wird, dass man sich an einen ungesunden Zustand gewöhnt hat fängt man an diesen Zustand mehr und mehr zu hinterfragen. Mit den Fragen kommen die Antworten, die wiederum neue Fragen aufwerfen.

Sobald man dem Weg der Selbsterkenntnis ein Stück gefolgt ist fängt man an den ungesunden Zustand nicht mehr zu mögen. Gleichzeitig kann man sich jedoch nicht ganz davon lösen, auch wenn man es wieder und wieder versucht, dazulernt und seine Strategie anpasst.

Man weiß, dass man diesen Zustand endgültig hinter sich lassen kann, aber wie, darauf hat man noch keine klaren Antworten. Man ist im „dazwischen“. Es geht immer nur nach vorne, aber der Ausgang kommt nicht näher, obwohl er nur ein kurzes Stück entfernt zu sein scheint. Man gibt nicht auf, denn aufgeben ist keine Option. Dass Schloss ist beinahe offen und die Tür lässt sich jeden Moment öffnen, wäre da nicht der letzte Bolzen, der einfach nicht zurückspringen will.

Die Achterbahn dreht am Ende immer noch eine weitere Runde und man will nichts mehr als aufstehen und endlich aussteigen, aber warum hat man es bisher noch nicht geschafft?

Ich bin gespannt, wann und wie ich meine Antwort darauf finden werde.

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Frust

In den letzten paar Tagen war ich viel auf Youtube unterwegs und habe mir Talkshows und Debatten über den Glauben an Gott und Religion allgemein angesehen. Dabei haben mich nicht die aus meiner Sicht unsinnigen Argumente der Gläubigen gestört oder auch die punktuelle Arroganz der Atheisten, sondern der Fall unserer Streitkultur.

Es ist kein Geheimnis, dass viele Menschen sehr emotional reagieren bei Themen, die ihnen am Herzen liegen. Mir geht es genauso, mit einem Unterschied. Ich lasse mich von diesen Emotionen nicht so stark beeinflussen, dass es die Diskussion am weiterkommen hindert. Mittlerweile habe ich den Eindruck Menschen sind nicht nur bei Diskussionen im Internet vollkommen von ihren Emotionen eingenommen, sondern zunehmend auch in der analogen Welt. Ich bin nur noch genervt, wenn ich versuche mit jemandem über ein aktuelles und/oder „kontroverses“ Thema zu reden. Nach spätestens zehn Minuten macht die andere Person dicht und lässt keine Argumente mehr zu, oder ignoriert die Fakten einfach. Am besten mit der Begründung, dass ja alles fake sein und man eh keiner Quelle mehr trauen kann. Als wären alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die als bewiesen gelten, auf einen Schlag widerlegt und untergraben worden. Ja, die Erde ist immer noch rund und ja sie bewegt sich noch immer mit 30000 Metern pro Sekunde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Nein, wir sind nicht das Zentrum des Universums und ja, es gibt bisher keinen Gottesbeweis.

Natürlich können wir nicht ausschließen, dass ein Teil unseres Wissens falsch ist, aber zumindest die grundlegenden Gesetze können als richtig angesehen werden. Gravitation ist keine Theorie, ebenso wie der Energieerhaltungssatz oder die Evolution keine Theorien mehr sind.

Jetzt bin ich doch ein wenig abgeschweift, was aber gut getan hat. Ich glaube in Zukunft werde ich mich auf diesen Blog mit mehr Themen beschäftigen als nur meinen persönlichen Erfahrungen und Gefühlen. Zeit meinen Senf dazuzugeben, zu den großen Themen unserer Zeit.

Ps: NEIN, die Liebe ist auch keine mystische und unerklärbare Kraft. Es ist ein verfickter Hormoncocktaile, nicht mehr und auch nicht weniger.

PPs: was für ein wirres Gerede

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ein anstrengender Tag

Gestern morgen bin ich mit einer scheiß Wut im Bauch aufgewacht. Warum konnte ich bis jetzt nicht herausfinden, aber diese Wut hat mich den ganzen Tag über begleitet und nicht mehr losgelassen.

Irgendwann steigerte sie sich dann zu Hass auf die ganze Welt und vor allem mich selbst. Jeder kennt Selbsthass und es ist meiner Meinung nach eines der beschissensten Gefühle, die ein Mensch fühlen kann.

Abends wurde meine Laune immer besser und am Ende bin ich gut gelaunt ins Bett gegangen, doch die Fragezeichen in meinem Kopf blieben bis heute.

Woher kam diese Wut? Warum hat sie sich später in Selbsthass verwandelt? Wie gehe ich mit solchen Gefühlen richtig um? Was war der Auslöser? Gibt es überhaupt einen bestimmten Auslöser?

Bisher habe ich keine Antworten auf diese Fragen. Alles was ich habe sind Vermutungen, Ideen und Theorien. Ich kann nur darauf hinarbeiten, in Zukunft einige der Fragen für mich beantworten zu können.

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Eine knifflige Frage

Letzten Donnerstag hatte ich ein Treffen mit einer Frau, quasi ein Date. Nach den ersten 15 Minuten war mir bereits klar, dass sich aus dieser Bekanntschaft keine Beziehung entwickelt. Dennoch haben wir uns gut verstanden und das Treffen ging insgesamt drei Stunden.

Wir haben uns viel unterhalten und kamen dabei auf das Thema USA, da sie dort teilweise aufgewachsen ist. Sie hat erstaunlicherweise nichts gegen Trump, bzw. gegen seine politischen Entscheidungen. Hat mich irritiert, dass sie seine frauenfeindlichen Aussagen und sonstigen verbalen Fehltritte einfach mit „er ist halt ein verrückter Typ“ abgetan hat. Latinos mag sie auch nicht wirklich und Leute die kiffen sind für sie auch alle verrückt und abgefuckt. Seltsame Einstellung wie ich finde. Immerhin kiffe ich selbst sehr gerne und irgendeine Gruppe, egal welcher Art, aufgrund von eigenen Erfahrungen generell abwerten zeugt nicht gerade von Intelligenz.

Alles in allem hatte ich immer mehr das Gefühl, dass sie eine negativ geprägte Sicht auf die Welt vertritt. Schade. Nach ihren Erzählungen ist sie als Kind mit ihrer Mutter nach Amerika gezogen und hatte es dort nicht leicht. Ihre älteren Schwester wurde das Studium bezahlt, sie musste es sich selbst erarbeiten, da ihre Mutter sie als Aufpasserin für ihre kleineren Halbgeschwister wollte. Ich sitze zwischen den Stühlen.

Inwiefern erklärt und vielleicht sogar entschuldigt die Lebens- und Leidensgeschichte eines Menschen dessen Verhalten und Weltansichten?

Auf diese Frage habe ich bisher keine befriedigende Antwort gefunden.

Die Suche geht weiter

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die Wand

Fuck, ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu laufen.

Warum ich mich so fühle ist mir größtenteils klar, aber weniger frustrierend ist es deshalb nicht.

Ich halte mich eigenhändig davon ab meine Identität nach meinen Vorstellungen zu gestalten.

Ob das Glas halbvoll oder halbleer ist spielt keine Rolle. Ich bestelle mir einfach ein neues.

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Warum ausgerechnet Hitze?

Ich muss mehr für die Umwelt tun, denn diese Hitze ist nicht für mich. In den letzten zwei Jahren hatten wir, wie sich sicher jeder erinnert, extrem heiße Sommer. Dieses Jahr geht es vergleichsweise noch, zumindest in NRW. Heute jedoch hatte ich bei 37 Grad im Schatten zwischenzeitlich das Gefühl, mein Schädel schmilzt. Der Sommer ist nicht meine Jahreszeit. Für mich könnte es auch drei Monate lang maximal 22 Grad warm sein.

Ein schöner Traum.

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seltsame neue Welt 2.0

Die Augen werden langsam schwer. Der Geist ist zerstreut und unruhig. Ich will schreiben und muss schlafen. Es ist auch zu dieser späten Stunde noch recht warm in meinem Zimmer. Ich esse einen Apfel, wie jeden Abend in den letzten Wochen. Heute schmeckt er nicht besonders. Was für eine seltsame Zeit, die ich gerade erlebe. Erneut.

Vielleicht ist es auch nur die Nachwirkung des Thc’s.