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Fehler wurden begangen

Der Titel ist Programm. Vor 15 Tagen habe ich meine Ausbildung angefangen und bis jetzt war die Zeit bestenfalls durchwachsen. Vor allem die ganze Fahrerei ist unfassbar nervig.

Ursprünglich hatte ich geplant, von Zuhause endlich auszuziehen und mein eigenes Ding zu machen. Leider jedoch habe ich mich von der Familie beeinflussen lassen und habe die Wohnung abgesagt. Ein Fehler, wie sich herausgestellt hat.

Jetzt verbringe ich so viel Zeit mit arbeiten und fahren, dass ich einfach nicht dazu komme die Dinge zu tun, die ich tun will und die mir Spaß machen.

Gerade ist es 6 Uhr und ich bin seit einer Stunde wach, da ich aus Wut einfach nicht mehr schlafen kann. Heute habe ich zum Glück frei, aber selbst an solchen Tagen fühle ich mich irgendwie blockiert und unmotiviert.

Fürs erste mache ich noch so weiter, denn erst wenn ich mich wirklich für oder gegen die Ausbildung entschlossen habe kann ich weiter planen und gucken, wie ich es mache.

Musste dass einfach mal loswerden.

Peace

Ausbildungsbericht Woche 1

Die ersten sieben Tage sind vorbei. Ich habe bisher ein paar neue Dinge gelernt und einige neue Menschen getroffen. Jetzt ist es Zeit für eine erstes Fazit.

Ich finde durchwachsen trifft es auf den Punkt. Die ersten sieben Tage waren durchwachsen. Vor allem emotional gesehen. Körperlich ist die Ausbildung nicht wirklich anstrengend, von dem ganzen Gerenne einmal abgesehen. Emotional jedoch waren diese Tage die anstrengendsten seit langem. Nicht nur, dass ich in einer neuen Situation bin, ich bin auch nicht aus Überzeugung in dieser Situation. Ich fühle mich, als hätte mich jemand gestoßen, mir einen kräftigen Schubs gegeben. Nun mache ich also diese Ausbildung, aber ich verstehe nicht wofür. Meine Eltern und der Rest der Familie sagen mit immer wieder, dass eine abgeschlossene Berufsausbildung gut ist, dass ich damit etwas vorzuweisen habe.

Nur was genau soll dass sein? Vielleicht der Beweis dafür, dass ich ein winziges Zahnrad in einer großen Maschine sein kann? Oder ist es eine Absicherung, ein Notfallplan auf den ich zurückgreifen kann falls meine Träume ausgeträumt sind? Ich verstehe es nicht.

Meine Mutter meinte vor ein paar Wochen, dass es ja nicht schaden kann und dass es ja „nur“ drei Jahre sind. Jedoch hat sie unrecht, denn es kann mir sehr wohl schaden. Denn die Ausbildung kostet mich eine Menge Zeit und Energie. Durchschnittlich arbeite ich 7,5 Stunden am Tag plus 3 Stunden für Hin- und Rückfahrt. Eine Arbeitswoche hat 120 Stunden, wovon ich 52,5 Stunden mit arbeiten und fahren verbringe. Damit bleiben mir rechnerisch noch 67,5 Stunden. Jedoch schlafe ich im Durchschnitt 7 Stunden pro Nacht, also habe ich effektiv 32,5 Stunden pro Arbeitswoche Freizeit. Wenn ich das Wochenende jetzt noch drauf rechne, dann komme ich auf 66,5 Stunden pro sieben Tage. Jetzt multipliziere ich diese Zahl mit 52, um zu sehen, wie viel freie Zeit ich aufs Jahr gerechnet habe und komme auf 3.458 Stunden. Ein Jahr mit 365 Tagen hat 8.760 Stunden, 6.205 davon bin ich durchschnittlich wach. Wenn ich jetzt davon noch meine Arbeitszeit abziehe komme ich auf 2.747 Stunden Freizeit im Jahr. Natürlich ist diese Zahl nicht genau, denn Feiertage und eventuelle Krankheitstage habe ich nicht miteinbezogen. Genau wie die haushaltlichen Pflichten und und und.

Damit will ich mir selbst nur verdeutlichen, dass ich etwas ändern muss, denn ich will auf jeden Fall mehr als diese 2.747 Stunden. Mit 30 Tagen Urlaub sind es übrigens 3.467 Stunden, immer noch zu wenig. Wie genau ich etwas daran ändere weiß ich jetzt noch nicht. Allerdings habe ich schon ein paar Ideen.

Zweifel sind berechtigt

Am Freitag habe ich meine Ausbildung als Buchhändler bei Thalia angefangen. Hier meine Gedanken nach den ersten zwei Tagen.

Als erstes muss ich gestehen, dass ich wirklich kein Freund von 9 to 5 Jobs bin. Diese Erfahrung habe ich letztes Jahr schon gemacht, als ich neun Monate in einem Büro gearbeitet habe, um mein Konto aufzustocken. Was bei der Ausbildung noch dazu kommt ist die langen Anfahrt. Eine Strecke dauert mit dem Bus ungefähr 75 Minuten. Wahrscheinlich werde ich mir deshalb in Kürze ein Auto kaufen müssen, was mich vor allem wegen der Kosten stört.

Die Arbeit selbst hat mir bis jetzt auch nicht sonderlich viel Spaß gemacht, was mich ziemlich überrascht, da ich schon einmal 13 Wochen lang ein Praktikum in einer anderen Buchhandlung gemacht habe. Damals hatte ich wirklich eine gute Zeit, nur war die Buchhandlung ein Familienbetrieb und deshalb von der Stimmung her viel lockerer. Die Stimmung an meinem neuen Arbeitsplatz ist zwar allgemein gut, aber irgendetwas stört mich. Was genau kann ich noch nicht sagen.

Zusammenfassend hatte ich bis jetzt keine gute Zeit, aber zwei Tagen sind zu wenig um daraus auf die langfristige Erfahrung schließen zu können. In ein paar Wochen weiß ich mehr, und dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich abbreche oder nicht. Bis dahin versuche ich nach besten Kräften motiviert und optimistisch zu bleiben.

schwierige Entscheidung

Bei mir stehen in nächster Zeit viele Veränderungen und Entscheidungen an, was natürlich Zweifel aufkommen lässt.

Im allgemeinen bin ich kein Mensch, der Angst vor Veränderungen hat, oder will, dass alles so bleibt wie es ist. Jedoch werde ich momentan von einer nie dagewesenen Unsicherheit bezüglich der Richtigkeit meiner Entscheidungen geplagt.

Am 01.03.2019 beginnt meine Ausbildung. Da diese etwas weiter weg ist -mit dem Bus ungefähr eine Stunde und zehn Minuten- bin ich seit Wochen dabei mir eine Wohnung zu suchen, nicht nur damit ich keinen so weiten Weg habe, sondern auch weil ich mich danach sehne endlich meine Ruhe zu haben, meine eigene kleine Festung der Einsamkeit.

Ich habe schon lange das Gefühl, dass ich so viel besser und effektiver an mir arbeiten kann, um zu dem Menschen zu werden, der ich sein will. Klar, dieses Ziel liegt noch in weiter Ferne, aber davon lasse ich mich nicht abschrecken. Immer einen Schritt nach dem anderen.

Nun ist es aber so, dass viele Leute aus meiner Familie und meinem Umfeld diese Idee für schlecht halten, da ich damit aller Wahrscheinlichkeit nach meine finanziellen Ressourcen zu einem Großteil aufbrauchen werde. Sie alle raten mir, noch die drei Jahre bei meiner Mutter wohnen zu bleiben und das Geld zu sparen, damit ich „später“ genug Sicherheit habe.

Der Punkt ist, dass ich noch nie ein Mensch war, der viel auf die Meinung von anderen Menschen gegeben hat. Bisher habe ich immer die Entscheidung getroffen, die ICH für die richtige hielt und ich wage zu behaupten, dass ich damit überwiegend richtig lag. Doch jetzt bin ich mir so unsicher wie noch nie zuvor. Vielleicht liegt es daran, dass diese Entscheidung schwerwiegender ist als alle davor, oder aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich das richtige für mich tue.

Es ist wirklich zum verrückt werden. Denn auch wenn ich mir sicher bin, dass meine Familie nur das Beste für mich will, bin ich mir absolut unsicher, dass sie wissen was wirklich am besten für mich ist. Sie wollen, dass ich es wie sie mache, immer auf Sicherheit bedacht. Doch ich habe so meine Zweifel, was diese sogenannte Sicherheit betrifft. Schließlich sind meine Träume und Ziel ziemlich hochgesteckt. Ich will Schriftsteller werden, und zwar einer, der von seiner Kunst leben kann. Scheiße ich will der beste meiner Generation werden. Ich will keinen „normalen“ Job, bei dem ich von neun bis fünf irgendwo sitze und Geld für jemand anderen verdiene. Genauso will ich -zumindest jetzt- keine Familie gründen, und in Deutschland will ich auch nicht länger als nötig bleiben. Kurzum: ich habe keine Lust auf das Hamsterrad. Ist einfach nicht mein Ding.

Denn ich habe eine Vision, einen Traum. Ich will nicht sterben, ohne nicht alles versucht zu habe. Mittelmäßigkeit ist der Feind. Vielleicht sind andere Menschen glücklich mit ihren „durchschnittlichen“ Leben, vielleicht ist dass ihr Traum, vielleicht haben sie aber irgendwann einfach aufgehört zu träumen und sie der Gesellschaft, dem System, gefügt.

Ich werde niemals aufhören zu träumen. Denn ich wüsste nicht warum ich dann überhaupt weitermachen sollte.

Ok, eventuell bin ich etwas von Thema abgekommen, aber ich bin mir sicher, die paar Leute die das lesen werde verstehen was ich schreiben will, aber nicht formulieren kann.

Noch nicht.

Alle Jahre wieder

Es ist wieder so weit. Weihnachten kommt und jeder ist schon ganz aufgeregt vor Vorfreude, nun fast jeder.

Ich gehöre wahrscheinlich zu der Minderheit von Menschen in Deutschland, die Weihnachten nicht wirklich interessiert. Viele scheinen da echt Spaß dran zu haben, die Musik, die Weihnachtsmärkte und vielleicht sogar die Messen an Heiligabend sind für viele Leute Gründe sich auf diese Zeit zu freuen. Den Adventskalender und Nikolaus nicht zu vergessen.

Mir gefällt mittlerweile nichts mehr davon. Klar, als Kind fand ich Weihnachten auch immer super, aber auch nur wegen den Geschenken. Der Rest war mir immer mehr oder weniger egal. Jetzt bin ich 21 und habe einen etwas differenzierteren Blick auf die ganze Sache. Denn Weihnachten ist letztlich nichts weiter als ein Fest des Konsums und die einzigen, die meiner Meinung nach einen Grund zum feiern haben sind all die Firmen, deren Gewinn in der Weihnachtszeit steigt. Denn die Leute kaufen wie die besessenen, als wenn jeden Tag Samstag wäre, so ist Weihnachten.

Auf der anderen Seite ist es natürlich schön mit der ganzen Familie zusammen zu kommen. Dann gibt es im besten Fall gutes Essen und alle haben Spaß, also theoretisch. Denn praktisch läuft es nur zum Teil so ab, wie es uns Hollywood erzählt. Jedes Jahr um Weihnachten herum steigt die Selbstmordrate. Zufall? Eher nicht.

Letztlich bleibt mir nicht viel übrig, außer die Zähne zusammen zu kneifen und zu warten, bis der ganze Scheiß wieder vorbei ist. Leider wohne ich dieses Jahr noch Zuhause und habe so keine Möglichkeit mich dem Fest zu entziehen, naja dann eben nächstes Jahr.

hohoho

Peace

Das Problem mit dem Erwachsenwerden

Ich bin Anfang 20. An sich ein ziemlich cooles Alter, wenn da nicht die Sache mit dem Erwachsenwerden wäre.

Die meisten kennen es, entweder weil sie selbst gerade in dieser Phase sind, oder weil sie es einst waren und sich noch daran erinnern können. Nach dem Abschluss fängt das Leben erst richtig an, zumindest war es bei mir so. Doch mit der neuen Freiheit kommt auch die Verantwortung, denn sobald man formell erwachsen ist, muss man die Konsequenzen seiner Taten tragen. Man muss Verantwortung übernehmen.

Für mich persönlich ist dass kein großes Problem, denn ich bin ohnehin der Meinung, dass jeder für sich und sein Leben die Verantwortung trägt. Natürlich gibt es viele Menschen, die diese Verantwortung ablehnen und die Schuld für ihre Fehler und Probleme lieber bei anderen suchen. Solche Menschen kann ich nicht für voll nehmen, da sie meines Erachtens nach nur rechtlich gesehen erwachsen sind, aber mental noch immer in der Pubertät feststecken.

Doch auch die Leute, die verstanden haben, dass es an ihnen liegt ihr Leben so zu gestalten wie sie wollen haben viele Hindernisse zu überwinden und Probleme zu lösen. Da sind wir dann auch endlich beim Thema, denn ich habe immer noch das Problem, dass ich keine Richtung habe, kein klares Ziel. Ich fühle mich nicht wohl dabei, mich festlegen, mich entscheiden zu müssen.

Aktuell suche ich eine Ausbildungsstelle. Dazu habe ich mich bei viele verschiedenen Firmen in vielen verschiedenen Bereichen beworben. Bisher habe ich auch schon ein paar Bewerbungsgespräche gehabt, und die waren teilweise auch nicht schlecht, dennoch habe ich das Problem, dass ich bis jetzt nicht das Gefühl hatte etwas für mich gefunden zu haben, angekommen zu sein.

Um ehrlich zu sein habe ich nicht die geringste Lust einen Job zu machen, bei dem ich nur ein Angestellter bin und für ein Gehalt, welches gerade so für ein „reguläres“ Leben reicht 40 Stunden in der Woche arbeite. Für mich klingt dass wirklich schrecklich. Das Wort Sklaverei kommt mir dabei in den Sinn, aber das nun wirklich etwas übertrieben.

Im Grunde stecke ich in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite brauche ich einen Job, beziehungsweise eine Ausbildung um endlich von Zuhause ausziehen zu können. Auf der anderen Seite würde ich meine Zeit viel lieber damit verbringen zu schreiben, um besser zu werden und damit dann mein Geld zu verdienen. Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass ich neben der Ausbildung schreiben muss, was sich wie nichts halbes und nicht ganzes anfühlt.

Falls jemals jemand diesen Eintrag liest hoffe ich, dass er danach nicht allzu verwirrt ist und vielleicht sogar ein bisschen Spaß beim lesen hatte.

Peace

 

Keine Ahnung

Der Titel ist vielleicht etwas verwirrend, aber ich habe wortwörtlich keine Ahnung wohin dieser Eintrag führt.

Mittlerweile ist etwas Zeit seit meinem letzten Eintrag vergangen, was vor allem daran liegt, dass mir nicht wohl bei dem Gedanken ist meine persönlichen Erlebnisse und Empfindungen im Internet zu veröffentlichen. Heute bin ich in den Untiefen von Youtube jedoch auf ein Video gestoßen, dass mich zum nachdenken angeregt hat. Ok, nicht direkt das Video, aber ein darin vorkommender Satz. Be comfortable with beeing uncomfortable. Soll heißen: fühle dich wohl damit, dich unwohl zu fühlen.

Ich finde diese Aussage sehr gut, denn ein Mensch kommt meiner Meinung nur weiter im Leben, wenn er seine Komfortzone verlässt. Wenn er über den Tellerrand hinaus schaut. Denn dadurch stellt er sich nicht nur seinen Ängsten, sondern lernt auch etwas über sich selbst. Im besten Fall ist das die Erkenntnis, dass die Dinge bei denen er sich unwohl fühlt letztlich nicht so schrecklich sind wie er dachte.

Von Natur aus meiden wir Menschen Situationen, die uns nicht behagen. Der Klassiker ist natürlich die Angst, vor einer großen Gruppe zu sprechen. Es gibt noch viele weitere Beispiele, wie der Besuch der Schwiegereltern, oder ein Streit mit dem Partner.

Aus meiner -wenn auch sehr begrenzten- Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt, aus der Komfortzone auszubrechen. Der Anfang ist immer am schwierigsten, aber ich bin mir sicher, dass es mit der Zeit einfacher wird. Mit etwas Glück kommt ihr irgendwann an den Punkt, wo ihr richtig Spaß daran habt.

Auch wenn dieser Eintrag ein bisschen chaotisch ist, hoffe ich, dass ihr beim lesen trotzdem Spaß hattet.

Peace