Blog

Allgemein

Ende und Anfang

Alles hat ein Ende und so auch dieser Blog. Heute vor genau zwei Jahren habe ich this&that ins Leben gerufen, damals mit der Intention einfach mal zu schreiben und zu gucken, was dann passiert. Ich hatte weder ein Konzept noch sonst irgendeinen Plan, in welche Richtung es geht und genau da liegt das Problem. Dieser Blog ist nichts halbes und nichts ganzes. Es ist eine Ansammlung von Beiträgen, ohne roten Faden oder bestimmte Themen. Bisher war ich damit zufrieden, aber seit ein paar Wochen bin ich es nicht mehr. Deshalb wird es this&that in bald nicht mehr geben.

An seine Stelle wird ein neuer Blog treten, welcher ein Konzept, eine Struktur und klare Themen hat. Über die Einzelheiten muss ich mir noch klar werden, aber ich weiß schon ungefähr in welche Richtung es gehen soll.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die meine Beiträge gelesen und kommentiert haben und hoffe, ihr schaut auch einmal auf dem neuen Blog vorbei. Ich werde ihn verlinken, sobald er online ist.

Allgemein

Handeln ist die Divise

Besonders in diesem Jahr hat sich viel in meinem Leben verändert, habe ich viel in meinem Leben verändert. Insbesondere eine schlechte Angewohnheit kostet mich noch viel Zeit und Energie, aber diese werde ich früher oder später auch überwinden. In den letzten Jahren habe ich viel über mich gelernt und möchte davon ein paar Dinge mit euch teilen. Einige dieser Dinge scheinen offensichtlich zu sein, aber zwischen wissen und angewandtem Wissen besteht ein großer Unterschied.

Als ersten Punkt habe ich regelmäßiges Training auf meiner Liste stehen. Sport habe ich während meiner Jugend unregelmäßig gemacht. Ich habe angefangen, wieder aufgehört, erneut angefangen und erneut aufgehört. In den letzten knapp fünf Monaten habe ich bis auf sehr wenige Ausnahmen dreimal pro Woche trainiert. Dabei habe ich mit einem leichten Trainingsplan angefangen, um eine Grundfitness aufzubauen. Vor zwei Wochen bin ich dann zu einem etwas anspruchsvolleren Plan gewechselt, der mich jedoch noch nicht an meine Grenzen bringt. Ich kann bisher sagen, dass ich durch die zusätzliche Bewegung entspannter geworden bin und mich gesünder fühle. Muskelmasse habe ich bisher noch nicht viel aufgebaut, was vermutlich auch daran liegt, dass ich meine Ernährung noch nicht konsequent angepasst habe. Damit habe ich erst vor ein paar Wochen angefangen und werde in den nächsten Monaten feststellen, wie gut es läuft.

Als zweiten Punkt auf meiner Liste habe ich: Hauptsache anfangen. Es ist so simpel, wie es klingt, hat jedoch eine großen Wirkung, die ich langsam aber sicher immer deutlicher spüre. Für mich war es schon immer schwierig mich aufzuraffen, selbst für Dinge, von denen ich weiß, dass sie mir Spaß machen und in Folge dessen gut tun. Das beste Beispiel dafür ist das Schreiben. Ich schreibe für mein Leben gerne, hatte jedoch sehr lange Probleme damit mich aufzuraffen, was auch daran liegt, dass ich noch nicht das Handwerkszeug besitze, um meine Ideen so auf Papier zu bannen, wie ich es möchte. Die Unsicherheit hat mich abgeschreckt und davon abgehalten wirklich besser zu werden. Mittlerweile fange ich seit gut drei Monaten jeden Tag an zu schreiben, häufig war es nur ein Satz, aber darum ging es mir nicht. Die Überwindung anzufangen war am Anfang noch mit sehr viel Willenskraft verbunden. Jetzt bin ich an dem Punkt, dass ich von „nur“ anfangen weg und hin zu einem schwierigeren Ziel, z.B. eine Seite am Tag, wechseln kann und werde.

Als dritten und vorerst letzten Punkt habe ich weniger planen und recherchieren sondern mehr handeln. Wie viele Pläne ich in meinem noch recht jungen Leben schon gemacht habe kann ich nicht sagen, aber alle haben eins gemeinsam: sie sind langfristig gescheitert. Bitte versteht mich nicht falsch, Pläne sind gut und wichtig, aber ich konnte für mich feststellen, dass handeln noch wichtiger ist. Früher dachte ich immer, dass es keinen Sinn hat zu handeln, wenn man nicht den „perfekten“ Plan hat. Jetzt weiß ich was für ein Bullshit diese Annahme ist. Es ist viel einfacher und sinnvoller mit einem Grundgerüst, einem Grundplan oder, wie ich es lieber nenne, einem einfachen Grundsystem zu starten und dieses System während man dabei ist tatsächlich etwas zu machen, also zu handeln, anzupassen.

Diese Liste könnte ich noch um bestimmt vier oder fünf Punkte erweitern, aber für heute ist es genug. Weitere Beiträge zu den Themen: handeln, Gewohnheiten, Veränderung kommen in Zukunft. Ihr könnt euch darauf freuen.

Fortschritt

Die kleinen Ideen

Es ist schon komisch, wie lange es dauern kann bis man auf eine gute Idee aufmerksam wird, obwohl sie die ganze Zeit bei einem in der Hosentasche steckt. Haltet nach ihnen Ausschau, nach den kleinen und einfachen Ideen, nach denen die so offensichtlich sind, dass man sie im alltäglichen Wahnsinn leicht übersieht.

Es lohnt sich.

Allgemein

unkonzentriert

Heute läuft es einfach nicht. Ich habe letzte Nacht beschissen geschlafen und die Folgen bekomme ich schon den halben Tag lang zu spüren. Auf der Arbeit ging es noch einigermaßen, aber seit ich gegen 15 Uhr gegessen habe bin ich im Arsch. Die wichtigen Punkte meiner Liste habe ich alle angefangen, aber nichts wirklich gemacht. Ich hasse diese halbherzige Scheiße und muss Frust abbauen, deshalb auch dieser Beitrag. Auf das Schreiben ist in solchen Fällen immer Verlass.

Für den Rest des Tages mache ich nicht mehr viel, hat keinen Sinn. Morgen ist ein neuer Tag und mit 7,5 Stunden Schlaf kann ich wieder Vollgas geben.

In diesem Sinne euch allen noch einen entspannten Abend. Reicht jetzt.

Allgemein

ältere besoffene Männer

Am Freitag war ich mit meiner Mutter und ihrem Freund bei unserer Nachbarin zum essen eingeladen. Außer uns waren noch zwei andere Nachbarn da und wir haben lecker gegessen, Spätzle nach schwäbischer Art.

Da ich höchst selten trinke hatte ich das Vergnügen die anderen dabei zu beobachten, wie sie Stunde um Stunde immer betrunkener wurden. Der jüngste von ihnen wird demnächst 40 und ist somit 17 Jahren älter als ich. Es ist nicht ausgeartet, aber gerade die drei Männer waren gut dabei. Mich fasziniert die Wirkung von Alkohol immer wieder aufs neue. Besonders der „nur“ 17 Jahre ältere wurde mit zunehmendem Pegel immer offener und lockerer. Er ist sonst nicht schüchtern, wirkt für sein Alter jedoch erstaunlich naive. Bei einem Rauchopfer haben wir uns länger unterhalten, beziehungsweise er hat geredet und ich habe zugehört. Was ich aus der Unterhaltung mitgenommen habe ist erstens, was für ein großer Unterschied zwischen seiner und meiner Generation herrscht. Gerade auf ausziehen und arbeiten bezogen, aber dazu kommt noch ein eigener Beitrag. Zweitens ist mir aufgefallen, dass es wirklich schwierig sein kann mit älteren Leute über bestimmte Themen zu reden, da sie dazu häufig eine in Stein gemeißelte Meinung zu haben scheinen. Vielleicht ist euch Ähnliches bereits selbst aufgefallen. Mir ist die Idee gekommen, dass sie stärker von ihren Erfahrungen geprägt sind, da sie logischerweise mehr davon haben, als ich.

Alles in allem war es ein interessanter Abend, der mir neue Perspektiven eröffnet und einiges zum Nachdenken gegeben hat. Könnte man durchaus öfter machen.

Allgemein

Albumrezension: tickets to my downfall

Ich möchte auf diesem Blog in Zukunft neues ausprobieren und dazu gehören auch Buch- bzw. Albumrezensionen. Für den Start habe ich mir das neuste Album eines meiner Lieblingskünstler ausgesucht. Tickets to my downfall von Machine Gun Kelly.

Für die, die ihn nicht kennen hier eine kurze Vorstellung. Machine Gun Kelly wurde am 22 April 1990 in Houston Texas geboren. Sein bürgerlicher Name ist Colson Baker. In seiner Kindheit zog er oft um, da seine Eltern Missionare waren. Zeitweise lebte er auch in Deutschland. Ab Beginn seiner Teenagerzeit lebte er in Cleveland Ohio, was in seinen Songs auch öfter thematisiert wird. Seine Musik ist hauptsächlich dem Rapgenre zuzuordnen, hat aber auch viele Rock- sowie Metallelemente.

Sein neustes Album erinnert sehr stark an die Musik der frühen 2000er. Der Schlagzeuger der Band Blink-182, Travis Baker, hat bei der Entstehung mitgewirkt. Das Album besteht aus 15 Songs, als Features sind unter anderem blackbear und Halsey vertreten.

Wie von ihm gewohnt spricht er offen über seine Probleme, seine Drogensucht und beschäftigt sich auch mit dem noch nicht lange zurückliegenden Tod seines Vaters.

Ich kann dieses Album jedem nur ans Herz legen, der Rock mag und gerne ehrliche Lyrics hört. Man bekommt einen ziemlich guten Eindruck, wie er sich fühlt, was es sehr leicht macht sich mit der Musik zu identifizieren.

Ich würde empfehlen, die Songs in der vorgegebenen Reihenfolge zu hören, zumindest beim ersten Mal. Dieser Rat gilt für alle Alben, da sich so meiner Erfahrung nach immer wieder ein Gesamtbild ergibt, welches überrascht.

Wer sich erstmal nur einen oder zwei Songs anhören möchte, dem empfehle ich play this when i’m gone und concert for aliens.

Lasst mich in den Kommentaren wissen, wie euch das Album gefallen hat. Das Album ist am 25.09.2020 erschienen und auf Spotify, Youtube und überall sonst zu hören und kaufen, wo es Musik gibt.

Allgemein

Die Kunst des Versagens

Es ist wieder passiert. Zum eintausendsten Mal habe ich versagt und fühle mich seltsamerweise nicht so schlecht, wie sonst. Mein Gefühl sagt mir, dass ich kurz davor bin, kurz vor dem Sieg.

Dass schöne am Versagen ist ja, dass man es immer und immer wieder verkacken kann, aber nur ein einziges Mal gewinnen muss. Egal, wie oft ich bei verschiedenen Dingen versage, ich versuche es einfach nochmal. Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass ich immer versuche aus meinen Fehlern zu lernen und es nicht jedes Mal auf die gleiche Weise versuche. Ich wachse an meinen Fehlern, bei jedem Mal wachse ich ein kleines Stück mehr.

Aufgeben könnte ich nicht mal, wenn ich es wollte. Dazu bin ich zu dickköpfig. Ich habe mich auf ein paar Dinge eingeschossen und jetzt ziehe ich diese bis zum bitteren Ende durch.

In meinen schlechteren Momenten fühle ich mich wie Sisyphus, der den scheiß Stein immer wieder der Berg hochrollt, nur um dabei kurz vor der Kuppe zu versagen. In letzter Zeit fühle ich mich häufiger so, aber auch immer öfter wirklich motiviert und euphorisch. Meine Welt scheint immer seltsamer und kurioser zu werden. Ein Problem habe ich damit nicht, denn gleichzeitig habe ich das Gefühl immer mehr ich selbst zu werden.

Es bleibt spannend, die Reise geht weiter. Der Herbst ist angekommen und ich begrüße das bekannte grau.

Allgemein

Wahrheit befreit

Als jemand, der in seiner Jugend viel gelogen hat und auch in letzter Zeit wieder in diese Schiene gerutscht ist kann ich nur feststellen, dass die Wahrheit zu sagen mich befreit hat.

Kurzfristig ist es ziemlich stressig und unschön, wenn man seine Lügen gesteht, aber es lohnt sich. Ich bin davon überzeugt, dass man mit Ehrlichkeit langfristig besser fährt und mehr erreicht. Außerdem sind die Schuldgefühle dann weg und man merkt erst, wie groß die Last war die man mit sich herum getragen, freiwillig. Ziemlich dämlich, wenn ich darüber nachdenken.

Jetzt habe ich einen Neustart gewagt und bin bisher ziemlich zufrieden damit.

Allgemein, Fortschritt, Stolperfallen

„Dazwischen“

Wenn einem bewusst wird, dass man sich an einen ungesunden Zustand gewöhnt hat fängt man an diesen Zustand mehr und mehr zu hinterfragen. Mit den Fragen kommen die Antworten, die wiederum neue Fragen aufwerfen.

Sobald man dem Weg der Selbsterkenntnis ein Stück gefolgt ist fängt man an den ungesunden Zustand nicht mehr zu mögen. Gleichzeitig kann man sich jedoch nicht ganz davon lösen, auch wenn man es wieder und wieder versucht, dazulernt und seine Strategie anpasst.

Man weiß, dass man diesen Zustand endgültig hinter sich lassen kann, aber wie, darauf hat man noch keine klaren Antworten. Man ist im „dazwischen“. Es geht immer nur nach vorne, aber der Ausgang kommt nicht näher, obwohl er nur ein kurzes Stück entfernt zu sein scheint. Man gibt nicht auf, denn aufgeben ist keine Option. Dass Schloss ist beinahe offen und die Tür lässt sich jeden Moment öffnen, wäre da nicht der letzte Bolzen, der einfach nicht zurückspringen will.

Die Achterbahn dreht am Ende immer noch eine weitere Runde und man will nichts mehr als aufstehen und endlich aussteigen, aber warum hat man es bisher noch nicht geschafft?

Ich bin gespannt, wann und wie ich meine Antwort darauf finden werde.

Allgemein

Frust

In den letzten paar Tagen war ich viel auf Youtube unterwegs und habe mir Talkshows und Debatten über den Glauben an Gott und Religion allgemein angesehen. Dabei haben mich nicht die aus meiner Sicht unsinnigen Argumente der Gläubigen gestört oder auch die punktuelle Arroganz der Atheisten, sondern der Fall unserer Streitkultur.

Es ist kein Geheimnis, dass viele Menschen sehr emotional reagieren bei Themen, die ihnen am Herzen liegen. Mir geht es genauso, mit einem Unterschied. Ich lasse mich von diesen Emotionen nicht so stark beeinflussen, dass es die Diskussion am weiterkommen hindert. Mittlerweile habe ich den Eindruck Menschen sind nicht nur bei Diskussionen im Internet vollkommen von ihren Emotionen eingenommen, sondern zunehmend auch in der analogen Welt. Ich bin nur noch genervt, wenn ich versuche mit jemandem über ein aktuelles und/oder „kontroverses“ Thema zu reden. Nach spätestens zehn Minuten macht die andere Person dicht und lässt keine Argumente mehr zu, oder ignoriert die Fakten einfach. Am besten mit der Begründung, dass ja alles fake sein und man eh keiner Quelle mehr trauen kann. Als wären alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die als bewiesen gelten, auf einen Schlag widerlegt und untergraben worden. Ja, die Erde ist immer noch rund und ja sie bewegt sich noch immer mit 30000 Metern pro Sekunde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Nein, wir sind nicht das Zentrum des Universums und ja, es gibt bisher keinen Gottesbeweis.

Natürlich können wir nicht ausschließen, dass ein Teil unseres Wissens falsch ist, aber zumindest die grundlegenden Gesetze können als richtig angesehen werden. Gravitation ist keine Theorie, ebenso wie der Energieerhaltungssatz oder die Evolution keine Theorien mehr sind.

Jetzt bin ich doch ein wenig abgeschweift, was aber gut getan hat. Ich glaube in Zukunft werde ich mich auf diesen Blog mit mehr Themen beschäftigen als nur meinen persönlichen Erfahrungen und Gefühlen. Zeit meinen Senf dazuzugeben, zu den großen Themen unserer Zeit.

Ps: NEIN, die Liebe ist auch keine mystische und unerklärbare Kraft. Es ist ein verfickter Hormoncocktaile, nicht mehr und auch nicht weniger.

PPs: was für ein wirres Gerede