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ältere besoffene Männer

Am Freitag war ich mit meiner Mutter und ihrem Freund bei unserer Nachbarin zum essen eingeladen. Außer uns waren noch zwei andere Nachbarn da und wir haben lecker gegessen, Spätzle nach schwäbischer Art.

Da ich höchst selten trinke hatte ich das Vergnügen die anderen dabei zu beobachten, wie sie Stunde um Stunde immer betrunkener wurden. Der jüngste von ihnen wird demnächst 40 und ist somit 17 Jahren älter als ich. Es ist nicht ausgeartet, aber gerade die drei Männer waren gut dabei. Mich fasziniert die Wirkung von Alkohol immer wieder aufs neue. Besonders der „nur“ 17 Jahre ältere wurde mit zunehmendem Pegel immer offener und lockerer. Er ist sonst nicht schüchtern, wirkt für sein Alter jedoch erstaunlich naive. Bei einem Rauchopfer haben wir uns länger unterhalten, beziehungsweise er hat geredet und ich habe zugehört. Was ich aus der Unterhaltung mitgenommen habe ist erstens, was für ein großer Unterschied zwischen seiner und meiner Generation herrscht. Gerade auf ausziehen und arbeiten bezogen, aber dazu kommt noch ein eigener Beitrag. Zweitens ist mir aufgefallen, dass es wirklich schwierig sein kann mit älteren Leute über bestimmte Themen zu reden, da sie dazu häufig eine in Stein gemeißelte Meinung zu haben scheinen. Vielleicht ist euch Ähnliches bereits selbst aufgefallen. Mir ist die Idee gekommen, dass sie stärker von ihren Erfahrungen geprägt sind, da sie logischerweise mehr davon haben, als ich.

Alles in allem war es ein interessanter Abend, der mir neue Perspektiven eröffnet und einiges zum Nachdenken gegeben hat. Könnte man durchaus öfter machen.

4 Gedanken zu „ältere besoffene Männer“

  1. Ich denke, wir alle laufen Gefahr, uns mit den Jahren in unseren Denkmustern und Meinungen bestätigt zu sehen. Wir haben unsere Erfahrungen und da man oftmals auch nur das sieht, was einem ins Bild passt, bestätigen wir uns immer wieder selbst. Mit jedem Jahr wird die Versuchung größer, sich selbst weniger zu Hinterfragen, denke ich.

    1. Ein interessanter Gedanke, dem ich jedoch nur teilweise zustimme, da ich auch ältere Menschen kenne, die sich mit zunehmendem Alter vermehrt hinterfragen. Letztlich ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber gefühlt gibt es nicht genug ältere, die sich noch hinterfragen.

      1. Natürlich trifft diese Aussage nicht auf jeden Einzelnen zu, es war für die Allgemeinheit gesprochen. Doch ich denke, es kommt niemand umhin, sich diese Entwicklung wenigstens in einigen kleinen Dingen einzugestehen^^

      2. Ich glaube genau da liegt ein nicht unwesentlicher Teil des Problems. Vielen fällt es gar nicht auf, dass es bei ihnen so ist. Selbstreflexion ist für viele schwierig 😀

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